Ursachen für Hautausschlag

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Hautausschlag tritt in verschiedenen Erscheinungsformen auf, die wiederum durch unterschiedlichsten Ursachen bedingt werden. Wenn der Ausschlag juckt, was fast immer der Fall ist, kommen virale und bakterielle Infektionen, Allergien, Pilzbefall, Sexualkrankheiten, Neurodermitis und auch Stress als Ursache infrage.

Hautausschlag bei Infektionen

Die bekanntesten Infektionskrankheiten, die den Ausschlag verursachen, sind Masern, Scharlach, Röteln, Windpocken und Syphilis. Bei Windpocken entstehen rot umrandete, juckende Bläschen, die nach dem Aufplatzen eine helle Flüssigkeit ausscheiden. Windpocken werden durch Varizella-Zoster-Viren ausgelöst, die auch nach überstandener Infektion im Körper bleiben, was in späteren Lebensjahren zu einer Gürtelrose führen kann. Bei dieser tritt der Hautausschlag begrenzt im Gürtelbereich auf. Bei Masern und Röteln tritt der Hautausschlag in über den Körper verteilten Flecken auf, die bei Masern am größten ausfallen, während bei Röteln typische Begleiterscheinungen wie schmerzende Lymphknoten beobachtet werden. Der Ausschlag bei Scharlach ist nur stecknadelgroß, dafür eng beieinanderliegend und vielfach, aber nicht immer örtlich auf die Achseln und die Leiste begrenzt. Der Mund bleibt prinzipiell selbst bei vollständig betroffenem Gesicht frei. Scharlach-Ausschlag ist wenig juckend bis auf die Endphase des Ablösens der geschädigten Hautoberfläche. Syphilis-Ausschlag beginnt an den Geschlechtsorganen, erst nach Wochen stellen sich geschwollene Lymphe, Fieber und Hautausschlag am ganzen Körper ein, der nur mäßig juckt. Bei unbehandelter Syphilis würde er lebenslänglich wiederkehren.

Allergischer Hautausschlag

Dieser Ausschlag ist meist durch sehr heftiges Jucken gekennzeichnet, wobei die verschiedensten Stoffe – selbst Duschgel – die Reaktion verursachen können. Neben dem starken Juckreiz sind Quaddeln ein sehr typisches Symptom für allergischen Ausschlag. Der Kontakt zu den Auslösern muss unterbunden werden, sonst entwickelt sich chronischer Ausschlag. Prinzipiell werden bei allergischen Reaktionen die Nesselsucht und das Kontaktekzem unterschieden. Letzteres tritt bei zeitlich verzögerten Reaktionen auf. Die Auslöser können unterschiedlichste biologische und chemische Stoffe sein, auch Tiere und Pflanzen, denen man das Auslösen derart heftiger Reaktionen nicht zugetraut hätte.

Neurodermitis

Das atopische Ekzem verursacht rötlichen, stark juckenden Hautausschlag bei extrem trockener Haut, die zusätzlich allergische Reaktionen zeigen kann. Auch die Anfälligkeit für Bakterien und Pilze steigt. Die meisten Menschen klagen über örtlich begrenzte Neurodermitis, schlimmstenfalls kann sie jedoch der ganze Körper befallen sein. Das Wechselspiel mit psychischen Einflüssen ist sehr stark, im Bereich der Haut gibt es wohl kaum einen heftigeren psychosomatischen Ausdruck.

Weitere Ursachen

Pilzinfektionen verursachen ebenso Hautausschlag wie ein Sonnenbrand in untypischer Form beziehungsweise eine allergische Reaktion auf die Sonne, die sich in kleinen Pusteln äußert. Diese können sehr lokal begrenzt auftreten, etwa nur im Bereich der Unterarme und des Nackens, und nach einigen leidvollen Jahren in der Jugend plötzlich absolut verschwinden. Arzneimittelunverträglichkeiten gehören im Grunde zu den oben beschriebenen allergischen Reaktionen, die Schuppenflechte wird der Neurodermitis zugerechnet. Exotische Parasiten sind für Hautausschlag verantwortlich, selbst in heimischen Gefilden treten die gefürchteten Zerkarien und Krätzemilben auf. Eine weitere Ursache sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, und last, not least verstärkt Stress stets einen vorhandenen Hautausschlag oder kann ihn gar auslösen.

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