Die menschliche Haut

Die Haut, die unseren Körper umgibt, hat eine Oberfläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern und ist somit das größte menschliche Organ.

Sie ist unterteilt in drei Schichten, der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). An der Oberfläche bedindet sich außerdem eine Hornschicht. Sie ist mit kleinen Härchen umgeben, die je nach Körperregion und genetischen Anlagen hellblond bis schwarz sein können.

Die Epidermis ist der sichtbare Teil der Haut und kann bis zu vier Millimetern dick sein. Die Dermis ist die kraftvollste Hautschicht und ist von Lymphbahnen und Nerven durchzogen. Durch sie wird die Epidermis mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Im unteren Teil sitzen die Talgdrüsen, Haarwurzeln und Schweißdrüsen. Die Talgdrüsen sorgen unter anderem für die äußere Erscheinung der Haut und bestimmen, ob der Mensch normale, trockene oder fettige Haut hat. Eine Überproduktion der Talgdrüsen – durch starke Hormonschwankungen insbesondere in der Zeit der Pubertät – ist außerdem verantwotlich für eine Erkrankung an Akne. Eine direkte Trennung zur Subcutis besteht nicht. In der Subcutis werden Fette eingelagert, sie sorgt für eine optische Aufpolsterung. Sie ist abhängig von der Statur des Menschen: Bei Übergewichtigen ist die Subcutis sehr ausgedeht, bei Untergewichtigen oftmals kaum vorhanden. Sie schützt zudem die Knochen, Muskeln und Organe vor Wärmeverlust, Druck und Verletzungen.

Querschnitt der menschlichen Haut

Querschnitt der menschlichen Haut


Die Aufgaben der Haut sind vielfältig. Eine der wichtigsten Aufgaben ist ihre Schutzfunktion. Außerdem kann durch Verengen oder Erweitern der Blutgefäße die Körpertemperatur reguliert werden. Um den Körper vor Überhitzung zu schützen, kann Flüssigkeit, also Schweiß, durch die Haut abgegeben werden. Genauso schützt sie das Innere des Körpers vor Kälte und sorgt dafür, dass immer eine Durchschnittstemperatur von 36 °C herrscht. Viele Zellen unseres Immunsystems befinden sich in der Haut, wodurch unsere Abwehr unterstützt wird.

Die Haut gehört zudem zu unseren Sinnesorganen und ermöglicht es uns, Wärme, Kälte, Berührungen und Schmerz  zu empfinden. Bei zwischenmenschlichen Beziehungen spielt sie durch den Tastsinn eine wichtige Rolle. Sie dient ebenfalls zur Aussendung von Signalen auf der Ebene der Körpersprache, z.B. wenn wir erblassen oder erröten.

Die Hautzellen können sich ein Leben lang immer wieder erneuern, im Gegensatz zu den Körperzellen. Dieser Erneuerungsprozess dauert etwa vier Wochen und alle unbrauchbaren Zellen werden über die Oberfläche in Form von kleinen Schuppen abgestoßen.

Da die Haut aber permanent zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, ist die Gefahr von Hautkrankheiten nicht zu unterschätzen. Der häufige und falsche Gebrauch von Kosmetika – besonderes auf chemischer Basis – reizt die Haut oft zusätzlich und macht sie anfällig für Erkrankungen wie Allergien, Neurodermitis und Hautausschläge.

Zu viel und zu intensive Sonneneintrahlung ist besonders aufgrund der geschädigten Ozonschicht ebenfalls extrem schädlich. Sie kann neben Sonnenbränden in Extremfällen sogar Hautkrebs verursachen.

Eine gesunde, frische Haut behält man am besten durch ausreichende Pflege (Lotions, Cremes, Öle – am besten auf natürlicher Basis), eine gesunde Ernährung und genügend Flüssigkeit. Zusätzlich sollte man  Anzeichen einer Hautunregelmäßigkeit  oder -irritation ernst nehmen und gegebenenfalls einen Hautarzt aufsuchen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *